Inhalt

Volltextalternative zum Video:

Ich im Krankenhaus – Bevor ich ins Krankenhaus gehe

Punkt Nummer 1: Bevor ich ins Krankenhaus gehe.

Es ist tatsächlich entscheidend, in welches Krankenhaus Sie gehen. Sie wissen jetzt, Sie müssen in ein Krankenhaus, es muss irgendetwas gemacht werden: „Ja aber in welches gehe ich denn jetzt?“

Und da ist das Gute, Sie können sich selber informieren. Sie können sich selber einmal umschauen, können teilweise sogar zu den Krankenhäusern hinfahren und sich das einmal angucken. Sie können online gucken, was sagen denn die Spezialisten, die dort arbeiten. Was ist denn deren Spezialität in der Medizin? Also was ist deren ausgewiesene Expertise?

Und dann als nächster Punkt natürlich – und das find ich ganz wichtig: auch mit dem Arzt oder der Ärztin darüber sprechen, denn die wissen manchmal ganz genau: „Ja, bei Ihnen persönlich würde ich das Krankenhaus empfehlen, weil es zum Beispiel sehr gut angebunden ist und ich weiß ja, Ihr Mann kommt da sozusagen sonst schlecht hin zum Besuch oder die Enkel können Sie sonst nicht besuchen oder ein anderes Krankenhaus passt besser, weil es da nach dem stationären Aufenthalt dies und jenes gibt.“ Also es ist tatsächlich ganz wichtig, vorher rauszufinden, welches Krankenhaus passt am besten zu Ihnen! Nicht zu Ihrem Arzt – der muss da nicht hin, Sie müssen da hin.

Und dann kommt natürlich der nächste Punkt: was nehme ich denn nun mit? Fängt schon einmal damit an, Sie sollten natürlich ausreichend Kleidung mitnehmen, keine teuren Gegenstände, am besten den Schmuck zuhause lassen. Keine Topfpflanzen, weil das wahre Bakterienschleudern sind usw. Also einfach ein bisschen durchdenken, was nehme ich mit. Vielleicht auch ein bisschen was zu essen, wenn Sie sagen, das brauch ich für mich selbst. Ein gutes Buch, damit keine Langeweile entsteht etc. pp.

Aber ganz wichtig ist natürlich für uns Ärzte: nehmen Sie Informationen mit! Also zum Beispiel so einen Anamnesefragebogen. Dann merken Sie das ist ein ganz schönes Brett, also da sind eine ganze Menge Blätter, die man da durcharbeiten muss. Und wenn Sie das erst im Krankenhaus machen, dann kann es sein, dass Sie sich denken: „Ach, da bin ich mir jetzt ein bisschen unsicher, da weiß ich jetzt gar nicht genau, was sollte ich da denn jetzt noch eintragen. “ Deswegen versuchen Sie den schon einmal vorher zuhause auszufüllen. Entweder lassen Sie sich den zuschicken oder Sie laden den im Internet herunter und sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin oder dem anderen Arzt, der Sie dahin überweist, Orthopäde, Internist, wie auch immer, über die Punkte, die Sie selber nicht ausfüllen können. Denn das ist wirklich ganz entscheidend, damit Sie auf dem richtigen Weg sind.

Dazu zählen aber zum Beispiel auch noch spezielle Fragebögen, also was zum Beispiel Medikamente angeht, welche Medikamente Sie nehmen usw. Und jetzt mal ganz speziell, mal als Beispiel: Sie haben etwas mit dem Magendarmtrakt, wo Sie ins Krankenhaus müssen, und da ist es dann zum Beispiel ein ganz gezielter Fragebogen, der stellt nochmal ganz genau Fragen, die Sie auch einfach nur mit Ja und Nein beantworten müssen. Ganz wichtig, um eben rauszufinden, was bei Ihnen die Besonderheiten sein könnten und dann Ihren individuellen Bedürfnissen eben auch nachzugehen.

Und jetzt überlegen wir uns mal: also wir wissen jetzt, in welches Krankenhaus wir gehen wollen, wir sind auch sozusagen gut vorbereitet und haben alles eingepackt, dann gibt es aber meistens noch Bedenken und dann denkt man sich: „Hmmm, da bin ich mir jetzt nicht so ganz sicher…“ Das ist ein Moment, wo Sie noch einmal mit Ihrem Arzt sprechen sollten, da reicht auch ein Telefonat. Das ist meistens in ein paar Minuten geklärt, dass Sie sagen: „Ja, ich muss jetzt ins Krankenhaus, ich hab da noch so ein bisschen Bedenken, könnte ich bitte einmal mit dem Arzt sprechen.“ Ist ja nicht sozusagen hochdringend, sondern kann man in aller Ruhe machen. Wichtig, wichtig, wichtig!

Und dann ist es natürlich noch so: Informieren Sie Ihre Angehörigen, Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen, wen auch immer, wo Sie sagen, das sind nahestehende Personen, vor Ihrem Krankenhausaufenthalt, wo Sie sind und wie lange es geplant ist und fragen Sie noch einmal, wo man diese Angehörigen oder diese nahestehenden Personen am besten erreichen kann. Denn: es ist tatsächlich so, dass es oft passiert, sehe ich immer wieder, dass Menschen dann im Krankenhaus sagen: „Oh, die Nummer scheint nicht mehr die richtige zu sein.“ Oder: „Der geht nicht ran.“ Oder: „Ich erreich die eben nicht.“ Und das ist ärgerlich. Dann liegt man da und ist dann noch irgendwie mutterseelenallein, also auch das vorher klären und dann sind Sie schon auf einem richtig guten Weg für sich einen Top-Krankenhausaufenthalt vorzubereiten.


Servicenavigation