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Ich im Krankenhaus – Wenn ich im Krankenhaus ankomme

Punkt Nummer 2: Wenn ich im Krankenhaus ankomme.

Das ist ein sehr wichtiger Moment, denn heute ist es in vielen Krankenhäusern so, dass ja schon am nächsten Tag eine OP auf Sie wartet oder vielleicht der Eingriff noch am gleichen Tag durchgeführt wird. Vielleicht werden Sie auch schon in verschiedene Abteilungen geschoben usw. Also es geht relativ schnell los und da ist es wichtig, dass Sie vorher wissen – bevor sozusagen alles in Aktion tritt, wie der Hase auf Station und im Krankenhaus eigentlich läuft.

Und ganz entscheidend ist, dass Sie für diesen Moment – wenn es wirklich darum geht, dass Sie sagen, ich bin jetzt hier, dass nicht nur Sie da sind, sondern auch Ihre Dokumente. Es bringt nichts, wenn Sie die alle zuhause zusammengestellt haben, Arztbriefe, Befunde, verschiedene Listen, Medikamente usw, und dann zuhause haben liegen lassen. Und da sag ich dann tatsächlich immer so: haben Sie vielleicht noch einmal den Ehemann oder die Ehefrau oder Nachbarn, wen auch immer, der das uns noch einmal bringen kann? Wenn das erst in vier Stunden ist, egal, diese Dokumente sind für uns sehr, sehr, sehr wichtig. Insbesondere die Medikamentenliste, denn auf dieser Medikamentenliste steht ja eben alles das drauf, was Sie täglich einnehmen und das ist auch die große Chance, dass im Krankenhaus noch einmal ein Arzt drauf schaut und sagt: „Ist das eigentlich so alles richtig?“ Oder – weil Sie ja in einer neuen Situation sind, Sie haben vielleicht eine OP bekommen oder einen Eingriff, macht das jetzt so noch Sinn, vielleicht sollten wir es auch verändern? Viele Patienten sagen sogar: Ich nehme meinen eigenen Medikamente mit, denn vielleicht bin ich nur vier Tage im Krankenhaus und bevor ich dann da anfange, die Krankenhausmedikamente zu nehmen, die zwar gleich sein sollen, aber wer weiß das schon so richtig, nehme ich lieber meine eigenen durch. Das ist auch ein guter Tipp.

So und dann ist natürlich auch noch ganz wichtig: Wer ist eigentlich für mich zuständig? Also wen kann ich ansprechen, wenn ich Fragen habe? Und das ist meistens die Stationsleitung, also Pflegerinnen oder Pfleger – da ist auch ganz wichtig, den Namen merken, zur Not aufschreiben, dass man eben das Personal auch entsprechend ansprechen kann. Oder Sie fragen: „Wer ist denn hier eigentlich der Stationsarzt, also wer ist der Arzt, der für die Station zuständig ist?“ Die Pflegerinnen und Pfleger sind ja meistens immer vor Ort und die Ärzte müssen ja manchmal in eine OP oder irgendwo anders, irgendwie eine Diagnostik machen oder so was. Und da ist es eben schon wichtig, dass Sie sagen Pflege, da weiß ich Bescheid, weiß ich, wer das ist. Und den Stationsarzt oder die Stationsärztin kann ich mir dann bei Bedarf auch mal dazu holen. Denn einfach nur zwei Minuten jeden Tag reden und dann ist irgendwie nach fünf Tagen sind dann zehn Minuten zusammengekommen, das find ich ein bisschen wenig.

Es ist aber auch natürlich ganz wichtig: Was frag ich denn jetzt eigentlich meinen Ansprechpartner auf der Station? Sie wollen wissen, wann sind die Besuchszeiten, ganz wichtig. Dann wollen Sie natürlich wissen, wie funktioniert der Fernseher, wo kriege ich die Telefonkarte her, gibt es vielleicht Internet, wie ist hier eigentlich der Ablauf, wenn ich Fragen haben und so weiter und so fort. Dass Sie wirklich rundum gut angekommen sind, das Gefühl haben, ich weiß jetzt genau, wo was ist, ich hab den Lageplan vom Krankenhaus gesehen, ich hab alles verstanden und wenn nicht, fragen Sie nach, denn danach ist es so, dass Sie sehr dankbar sind, wenn Sie diese Information schon haben.


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