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Volltextalternative zum Video: 'Mitschnitt zum Pfizer-Patienten-Dialog'

Mitschnitt zum Pfizer-Patienten-Dialog

Tafel wird eingeblendet

Tafel: „Kommunikation – aber sicher?“

Es beginnt eine Workshop-Szene.

Ärztin und Patientin sitzen sich in einem Behandlungszimmer gegenüber. Links sitzt eine Ärztin, ca. 55 Jahre, blonde Haare, schwarze Brille, weißer Kittel. Die Ärztin sitzt vor ihrem Laptop und spricht ruhig zu ihrer Patientin, einer blonden Frau um die 45 Jahre.

Ärztin(ruhig): „Wir gehen jetzt erst einmal davon aus, und das, was beim MRT eben rausgekommen ist, ist, dass es eine Lebermethastase ist.“

Die Patientin reagiert überrascht.

Patientin:  „Was? Das heißt Krebs?“

Die Patientin schaut schockiert.Die Ärztin schluckt. Das Überbringen der schlechten Diagnose ist ihr sichtlich unangenehm.

Ärztin: „Das heißt ... Krebs.“

Workshop-Szene wird ausgeblendet.

Tafel wird eingeblendet

Tafel: „Über die Bedeutung von Arzt-Patienten-Kommunikation? Ein Workshop mit Dr. Med. Christine Klapp und Doris C.Schmitt“

Tafel wird ausgeblendet.

Zu sehen ist nun Dr. med. Christine Klapp, welche an einem Pult zu einem Publikum über die gezeigte Workshop-Szene spricht.

Dr. med. Christine Klapp, Charité: „Ich selber bin, außer dass ich in der Klinik arbeite, auch immer wieder darauf gestoßen, dass ich eben auch schlechte Nachrichten überbringen muss. Man muss es machen. Man muss es üben. Und im Grunde genommen genauso üben, wie man Operationen auch übt. Und auch jemanden hat, der sagt: komm zeig mal, was du kannst. Und ich gebe dir ein Feedback.“

Szenenwechsel. Zu sehen ist neben Dr. med. Christine Klapp nun auch Doris C. Schmitt. Beide stehen zu ihrem Publikum gewandt, Doris C. spricht zu diesem.

Doris C. Schmitt, Stiftung PATH: „Deswegen haben wir ja die Initiative „ICH BEIM ARZT“, dass ich mich aktiv einbringe. Ich glaube, davon müssen wir uns als Patienten verabschieden: Der Arzt wird’s schon richten. Das ist vorbei.“

Langsam wird zu den nächsten Workshop-Szene gewechselt. Die Szenen werden von einer weiblichen Stimme eingeleitet.

Off-Ton:  „Wir sehen nun zwei Beispiele für Arzt-Patienten-Kommunikation. Eine gelungene. Und eine ... weniger gelungene.“

Es beginnt eine Workshop-Szene.Da diese Szene ein Beispiel für wenig gelungene Kommunikation ist, wird sie als schwarz-weiße Aufnahme gezeigt.

Wieder sitzen sich Ärztin und Patientin im Behandlungszimmer gegenüber.Die Patientin wirkt verzweifelt als sie zu der Ärztin spricht.

Patientin: „ Aber warum. Ich bin doch gesund. Ich habe doch alles gemacht. Ich habe die verdammten Tabletten geschluckt und geschluckt und die ganzen Nebenwirkungen getragen und ertragen.“

Die Ärztin redet zur Patientin, zunächst ohne direkten Blickkontakt.

Ärztin(ruhig): „Frau Stein, jetzt echaufieren Sie sich doch nicht so. Ich versteh ja, dass Sie das überrascht aber ich versuch ihn das ja zu erklären ... “ 

Workshop-Szene wird langsame ausgeblendet.

Nächste Workshop-Szene beginnt. Da diese Szene ein Beispiel für gelungene Kommunikation ist, wird sie nun als farbige Aufnahme gezeigt.

Ärztin und Patientin sitzen sich wieder im Behandlungszimmer gegenüber.

Die Patientin schaut schockiert.

Patientin: „Das heißt Krebs? Nochmal Krebs...“

Die Ärztin spricht ruhig und mit direktem Blickkontakt zu ihrer Patientin.

Ärztin: „Das heißt, dass der Krebs gestreut hat. Das heißt, dass alles was bisher war, wunderbar war, aber eine einzige Lebermetastase sich jetzt gebildet hat.“

Ärztin nickt Patientin verständnisvoll zu.

Patientin (ruhig): „Und das bedeutet, Frau Doktor?“

Ärztin: „Das bedeutet, dass wir zusammen überlegen müssen, wie es weitergeht.“

Workshop-Szene wird langsame ausgeblendet.

Zu sehen ist nun wieder Dr. med. Christine Klapp. Sie steht vor einer Beamer-Präsentation und spricht zu ihrem Publikum.

Dr. med. Christina Klapp, Charité:   „Was sind Ängste und Sorgen von Ärzten. Die haben ja auch Ängste und Sorgen. Also wie gehe ich denn damit um, wenn jetzt die Patientin vor mir weint und nicht aufhört. Eigentlich müsste man sich ja mehr Sorgen machen, wenn gar keine Regung kommt.“

Es beginnt eine Workshop-Szene.Ärztin und Patientin sitzen sich im Behandlungszimmer gegenüber. Als negatives Beispiel für die Kommunikation zwischen Arzt und Patientin, ist die Szene wieder in schwarz-weiß.

Die Patientin spricht bestimmend zu der Ärztin, während sie mit der Hand gestikulierend dem Gesagtem Ausdruck verleiht.

Patientin (redet bestimmend): „Ich kann Ihnen eines sagen: Chemo mache ich auf keinen Fall. Da muss es noch was anderes geben. Ich habe das gesehen bei meinem Mann. Dass es nichts, aber auch gar nicht gebracht hat. Der hat nur gelitten.“

Die Ärztin redet ruhig aber eindringlich zu Patientin. Sie blickt zu ihrer Patientin. Diese aber guckt währenddessen nach unten und schüttelt ungläubig mit dem Kopf.

Ärztin (ruhig aber eindringlich): „Das ist Ihre Entscheidung natürlich. Das ist nichts, was ich Ihnen aufreden will. Aber Frau Stein! Der Krebs schläft nicht!“

Die Workshop-Szene geht zu Ende.

Die nächste Workshop-Szene als positives Beispiel in Farbe beginnt.

Die Ärtzin spricht zu ihrer Patientin.

Ärztin: Jetzt muss man gucken, wie man irgendwie zu einer Überlegung, zu einer Entscheidung kommen kann.“

Workshop-Szene wird es ausgeblendet.

Zu sehen sind wieder Doris C. und Dr. med. Christina Klapp, vor ihren Zuhörern.

Doris C. Schmitt, Stiftung PATH:  „Ich wünsche mir, und dafür arbeite ich ja auch bei Ich Beim Arzt, dass wir Patienten und unsere Patienten da draußen sagen: Habt den Mut und sagt ‚Ich fühle mich bei Ihnen so nicht wohl.’ Kann man nämlich so durchaus auch mal sagen.“

Dr. med. Christina Klapp nickt Doris C. zustimmend zu.

Eine neue Workshop-Szene beginnt in schwarzweiß.

Die Patientin wirkt aufgebraucht und spricht zunächst mit abgewandtem Blick zur Ärztin.

Patientin(bestimmt): „Damit habe ich nicht gerechnet. Ich bin völlig überfahren. Ich bin völlig im Dunkeln gelassen worden. Und Sie sagen mir jetzt, es ist eine Metastase, und soviel weiß ich …“

Die Ärztin schaut währenddessen nach unten, und nimmt den Blickkontakt erst wieder auf, als sie versucht die Patientin zum Schweigen zum bringen.

Ärztin(versucht zu Wort zu kommen): „Ich finde das auch nicht fair, dass ich jetzt den schwarzen Peter hab und Ihnen das sagen muss.“

Workshop-Szene wird es ausgeblendet.

Zu sehen sind wieder Doris C. und Dr. med. Christina Klapp, vor ihren Zuhörern. Diesmal spricht Dr. med. Christina Klapp, während Doris C. ihren Worten durch ein Kopfnicken zustimmt.

Dr. med. Christina Klapp, Charité:  „Und wir können das ja genau umgekehrt sehen. Das wir sagen, wir trainieren eben die Patienten. Und Sie kann gucken: Wie kann Sie dem Arzt ihr Anliegen darbringen? Dann kann die Ärztin ihr ein Feedback geben.“

Tafel wird eingeblendet.

Tafel:„Die 5 wichtigsten Punkte im Gespräch mit dem Arzt...“

Nacheinander werden die 5 wichtigsten Punkte eingeblendet.

Tafel:„Punkt 1: Fragen vorher notieren“

Tafel:„Punkt 2: Alles sagen“

Tafel:„Punkt 3: Nachfragen“

Tafel:„Punkt 4: Wichtiges notieren“

Tafel:„Punkt5: Alles Klar?“

ENDE


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